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ABARIS® Institut für Psychotherapie
im Spiegel der Medien

WELT am SONNTAG
11. Februar 2001, Seite 13
Von Daniela Pfeiffer

WELT am SONNTAG
Warum gehen Menschen fremd?
4 Fragen an Paartherapeuten Dietmar G. Luchmann

WELT am SONNTAG: Warum gehen Menschen fremd?

Dietmar Luchmann: Verliebtheit und sexuelles Begehren lassen nach einigen Jahren nach und wandeln sich in Intimität und Vertrauen. Vorzugsweise Männer sind jedoch hormonell gesteuert, weil es evolutionsbiologisch sehr nützlich ist, wenn Männer ihre Spermien 'weit streuen'. Viele Frauen lassen das in ihrer Beziehung außer Acht und reagieren beleidigt, wenn ihr Mann einer anderen Frau nachschaut, obwohl das - biologisch betrachtet - dem Mann gar nicht zu verübeln ist. Frauen könnten besser damit umgehen, wenn sie diese Tatsache akzeptieren würden. Den Zahlen zufolge gehen jedoch fast ebenso viele Männer wie Frauen fremd, nämlich um die 50 Prozent.

WELT am SONNTAG: Was empfehlen Sie Ihren Patienten nach einem Seitensprung?

Luchmann: Wenn man die Beziehung retten will, sollte man ganz offen miteinander reden. Am besten ist es, zu sagen: Ich habe einen Fehler gemacht, und es tut mir entsetzlich Leid, aber ich kann ihn nicht ungeschehen machen. Und dann muss der Partner entscheiden, ob er den Vertrauensbruch verzeihen kann.

WELT am SONNTAG: Wie viele Beziehungen überstehen einen Seitensprung?

Luchmann: Nach meiner Erfahrung ungefähr die Hälfte. Aber es könnten wesentlich mehr sein, weil oft in einer nicht sehr konstruktiven Weise damit umgegangen wird. Wer den Fehler verbirgt, kleinredet und damit den anderen missachtet, beschädigt die Beziehung. Boris Becker war offenbar auch einer Selbstüberschätzung erlegen, die es ihm unmöglich machte, zu einer gleichberechtigten Paarbeziehung zu kommen und seine Fehler einzugestehen.

WELT am SONNTAG: Wie kann ich es verhindern, dass mein Partner fremdgeht?

Luchmann: Immer an der Beziehung arbeiten, die Bedürfnisse und Wünsche, aber auch Kritik offen mitteilen. Wichtig ist es, sich miteinander zu entwickeln, ständig etwas füreinander tun. Eine dauerhafte Beziehung ist harte Arbeit.

(Aus: WELT am SONNTAG)

Psychische Gesundheit erhalten - mentale Fitness erwerben

Sexualtherapie und Orgasmus-Training

Als Beispiel für die beziehungsfördernde Philosophie der Sexualtherapeuten und Paartherapeuten am ABARIS Institut für Psychotherapie, Stuttgart, bei der Lösung von Problemen aus den Bereichen Sexualität, Ehe und Paarbeziehung drucken wir hier mit freundlicher Genehmigung ein Interview aus PSYCHOTHERAPIE, das Diplom-Psychologe und Psychotherapeut
Dietmar G. Luchmann der Illustrierten GLAMOUR gab. Wann immer eine Beziehung zu verbessern oder die Sexualität zu beleben ist - wir freuen uns über jedes Paar, das uns später mitteilt, wie froh es rückblickend über den Schritt ist, unsere professionelle Hilfe in Anspruch genommen zu haben.


© PSYCHOTHERAPIE 10.02.2003 (PRESSESPIEGEL)

GLAMOUR


GLAMOUR

Heft März/2003
10.02.2003
Seite 94-98

Sex - Top Secret

Orgasmus
oder Fälschung ?



Merkt er, wenn sie den Orgasmus vortäuscht? Drei Frauen haben ihre Männer eine Woche lang auf die Probe gestellt ...

Paar 1
Sarah, 27, freiberufliche Autorin, und Andi, 24, Lehrer, sind seit fünf Monaten ein Paar.

Sarah: "Ich täusche fast jedes Mal einen vor. Es ist einfach weniger mühevoll, dauert nicht so lang. Innerhalb von 15 Minuten weiß ich, ob ich kommen werde oder nicht. Es ist wirklich einfach und Männer finden nie heraus, wenn man nur so tut als ob. Und ich brauche diese fünf Sekunden nicht, damit der Sex für mich gut ist. Ich habe ein großes Verlangen danach, nur komme ich nicht zum Höhepunkt. Vielleicht wäre es schön, öfter einen Orgasmus zu haben, vielleicht würde es helfen, wenn Andy beim Sex mit mir spricht, aber es ist nichts, worüber ich ständig nachdenke. Für mich ist Sex perfekt, wenn ich in seinem Gesicht sehe, das er kommt ..."

Andi: "Mir war nicht bewusst, dass Sarah noch nie einen Orgasmus mit mir hatte. Wir sind noch nicht so lange zusammen und haben noch nie darüber gesprochen. Ich glaube aber nicht, dass wir irgendetwas falsch machen. Wenn Sarah sagt, dass sie Sex genießt, dann täuscht sie ja nicht alles vor, oder? Ich habe das Gefühl, dass Frauen beim Sex einen anderen Schwerpunkt haben als Männer - das Vorspiel ist wichtiger. Meine Ex-Freundin hatte auch nicht immer einen Orgasmus, deshalb weiß ich, dass das für Frauen nicht ungewöhnlich ist. Die Male, bei denen ich dachte, dass Sarah gekommen ist, hatte ich das Gefühl, dass wir uns näher sind als sonst. Ich habe es definitiv mehr genossen. In Zukunft werden wir also mehr am Vorspiel arbeiten müssen ..."


Interview zum Orgasmus-Fake

Und das sagt der Wissenschaftler *

Dietmar Luchmann, Psychotherapeut und Paartherapeut in Stuttgart

*Unser Experte: Dietmar G. Luchmann ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut.
Er ist spezialisiert auf Angststörungen und Beziehungsprobleme. Unter anderem bietet er auch ein Orgasmus-Training an. Dabei lernen Frauen, ihre Wünsche an den Partner klarer zu artikulieren.
ABARIS Institut für Psychotherapie, Waldburgstr. 122, 70563 Stuttgart ... www.abarina.com





Total normal: Vier von fünf Frauen haben schon mal einen Orgasmus gefaked. Warum tun Frauen das?


Diplom-Psychologe Dietmar Luchmann erklärt, warum Frauen Orgasmen vortäuschen:
"Viele Frauen denken,  sie müssten immer bereit sein, immer können. Dabei aber verwechseln sie eine Männerfantasie mit der Wirklichkeit. Und wenn sie dann auch noch glauben, ihr vermeintliches Unvermögen überspielen zu müssen, ist das ein folgenreicher Denkfehler. Denn die meisten Frauen sind sehr wohl orgasmusfähig, es liegt eher am Unvermögen der Männer, die ihre Partnerin nicht richtig befriedigen können. Wenn sie ihm also beim Akt etwas vorspielt, belohnt sie quasi seine Unfähigkeit, anstatt ihrem Mann klar zu machen, was sie braucht, was er anders machen sollte. Die Aussage, 'es reicht mir, meinen Mann glücklich zu sehen', ist daher ziemlich töricht. So bringt sich die Frau um die Chance, etwas zu verändern - und echte Höhepunkte zu erleben."

Wie wichtig sind Fake-Orgasmen für das Ego eines Mannes?

"Sicher ist das sexuelle Können für den Mann etwas sehr wichtiges - und der Druck zu Superlativen hat in den letzten Jahren noch enorm zugenommen. Doch erstens tut Unehrlichkeit (in der Paarbeziehung) nie gut und zweitens kommt es in einer Beziehung darauf an, dass beide ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen, und zwar auf möglichst spielerische Art. Wer Sex als Prüfung oder Leistungsbeweis gegenüber dem anderen versteht, verliert bald die Lust. Und das dürfte auch dem Partner nicht gefallen."

Gibt es auch Paare, bei denen die Frau nie einen Höhepunkt vorspielt?

"Kommunikation ist alles. Und Sex ist ein natürliches Bedürfnis. Wie Essen. Wenn wir nach Hause kommen, sagt der eine: 'Ich habe schon unterwegs gegessen', und der andere macht sich dann eben ein paar Stullen. Ebenso kann man lernen, unverkrampft und ohne Tabus mit Sex umzugehen. Erfolgreiche Paare machen das so: Sie erzählen einander nicht nur ihre kulinarischen Vorlieben, sondern auch ihre sexuellen. Wenn nötig, helfen Psychotherapeuten."

Wenig, aber noch viel zu viel: Rund fünf Prozent der Frauen erleben nie einen Orgasmus. Merken Männer, wenn eine Frau faked?

"Vermutlich können es die wenigstens Männer genau sagen. Die meisten interessieren sich aber auch gar nicht dafür, sondern bleiben lieber in dem Glauben, dass ihre Partnerin gekommen ist."

© 2003 GLAMOUR

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© 2005 ABARINA® Institut für Life Coaching, Psychotherapie AG. Ltg.:  D. Luchmann, Diplom-Psychologe, Psychotherapeut.

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